Sichere Reifen
Die richtigen Reifen am Fahrzeug zur richtigen Jahreszeit, das ist zur eigenen Sicherheit und zum Schutz der anderen Verkehrsteilnehmer ganz wichtig. Seit Mai letzten Jahres gibt es die Winterreifenverordnung, die vorschreibt, dass die Bereifung am Fahrzeug immer den Witterungsbedingungen angepasst sein sollte. Dabei gilt für Winterreifen die Faustregel, diese für den Zeitraum von O bis O, also von Oktober bis Ostern zu nutzen.
Wer mit der falschen Bereifung am Fahrzeug, also mit Sommerreifen bei der jetzigen Jahreszeit, einen Unfall verursacht, der zahlt nicht nur ein entsprechendes Bußgeld sondern der verliert unter Umständen auch seinen Versicherungsschutz. Im Winter mit Sommerreifen unterwegs zu sein, wird als grob fahrlässig eingestuft.
Warum aber Winterreifen, diese Frage stellt sich mancher. Die Gummimischung in den Winterreifen ist eine andere, sie verleiht dem Fahrzeug bei glatter oder nasser Fahrbahn mehr Grip. Den Reifenwechsel sollte jeder Kraftfahrer, der nicht selbst ein Fachmann ist, in einer Autowerkstatt oder bei einem Reifenhändler vornehmen lassen, wichtig ist dabei auch, dass das Profil der Reifen mindestens 1,6 Millimeter beträgt. Besser ist aber, wenn der Winterreifen noch vier Millimeter und der Sommerreifen noch drei Millimeter Profiltiefe hat. In der Werkstatt wird der Autofahrer darauf hingewiesen, wenn ein neuer Reifenkauf angebracht wäre. Das kann der Laie aber auch selbst prüfen, indem er eine Eineuromünze in das Profil steckt, ist der Goldrand bedeckt, ist das Profil noch in Ordnung. Unabhängig von der Profiltiefe sind die Reifen aber spätestens nach sechs Jahren durch Neue zu ersetzen, weil die Gummimischung unelastisch wird und eine ordentliche Bodenhaftung dann nicht mehr gegeben ist.
Beim Kauf der neuen Reifen ist auf das Herstellungsdatum zu achten, wenn die Reifen schon beim Händler zu lange gelagert sind, ist die Nutzungsdauer entsprechend kürzer, da der Reifen auch altert, wenn er unbenutzt ist.
