Reifen
Während bei Fahrzeugen die PS-Zahl, die Ausstattung mit diversen Annehmlichkeiten und die Farbe der Lackierung stark und viel beachtet wird, scheint das Thema der Bereifung nicht ganz so wichtig zu sein. Und wird damit wohl deutlich unterschätzt. Denn der beste Antrieb und defensivste Fahrstil wird letzten Endes erfolglos bleiben, wenn der Grip auf die Straße verloren geht.
Die heute bekannte Reifenart wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA erfunden. Der Reifen besteht aus Gummi, die Technik in der Herstellung hat sich stark verändert. Heute werden für Motorradreifen und Kraftfahrzeugreifen fast nur noch sogenannte Luftreifen verwendet. Hierbei wird der Reifen je nach Fahrzeug- und Reifenart, mit einem speziellen Luftdruck aufgepumpt.
In Deutschland für den Verkauf vorgesehene Reifen müssen verschiedene Angaben enthalten, die in einer ECE-Norm geregelt sind. Zunächst muss die Reifendimension auf der Reifenflanke stehen. Ebenso ist die Produktionszeit des Reifens anzugeben. Dies geschieht mittels der sogenannten DOT-Nummer, die aus vier Ziffern besteht. Die ersten beiden bezeichnen die Kalenderwoche der Produktion, die letzten beiden das Jahr (bspw. 4307 bedeutet die 43. Kalenderwoche im Jahr 2007). Wichtig ist diese Angabe deshalb, weil Reifen auch „biologisch“ altern können und somit nach einigen Jahren nicht nur ihre Komforteigenschaft, sondern auch ihre Hafteigenschaft verlieren. In einschlägigen Publikationen wird deshalb immer wieder auch ein zeitlich begründeter Reifenwechsel empfohlen, ohne dass es hierfür eine Norm oder gar gesetzliche Vorgaben gibt.
Gerne unterschätzt wird auch die Wichtigkeit des richtigen Reifendrucks, der zumindest einmal im Monat kontrolliert werden sollte. Denn bei ungleichem Reifendruck auf einer Achse verringert sich die Haftungseigenschaft, harmloser aber genau so ärgerlich ist die mögliche vorzeitige Abnutzung des Reifenprofils. Der richtige Reifendruck wird herstellerseitig in den Betriebsanleitungen aufgeführt, oftmals sind auch am Fahrzeug Aufkleber angebracht, die einmal den Druck in leerem und einmal in beladenem Zustand angeben.
